Wenn du bei Google nach Verteilung Fett Eiweiß Kohlenhydrate, Makros, kohlenhydrate eiweiß fett Verteilung oder gesunde makroverteilung suchst, willst du meistens eine klare Antwort auf zwei Fragen:
Wie sollte das Verhältnis aussehen und wie setze ich das in meinem Alltag wirklich um, ohne dass es zur Wissenschaft wird.
Als Coach sehe ich das täglich: Viele trainieren hart, aber die Ernährung ist entweder zu kompliziert oder zu extrem. Die gute Nachricht ist: Du brauchst keine perfekte Zahl, sondern eine smarte Makronährstoffverteilung, die zu deinem Ziel passt und die du langfristig durchhältst.
Was sind Makros überhaupt
Makros sind die drei energieliefernden Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Eiweiß (Protein) und Fett. Sie liefern unterschiedlich viel Energie pro Gramm:
Kohlenhydrate 4 kcal, Eiweiß 4 kcal, Fett 9 kcal.
Das heißt: Fett ist nicht „schlechter“, es ist einfach energiedichter. Und Kohlenhydrate sind nicht „nur Zucker“, sie sind ein wichtiger Treibstoff, besonders für intensives Training.
Die Basis: sinnvolle Makroverteilung nach wissenschaftlichen Leitplanken
Für Erwachsene gibt es international etablierte Bereiche, die als Acceptable Macronutrient Distribution Range (AMDR) gelten. Diese Bereiche zeigen, in welchem Rahmen eine Ernährung typischerweise gut funktioniert:
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Kohlenhydrate: 45 bis 65 Prozent der Energie
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Fett: 20 bis 35 Prozent der Energie
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Protein: 10 bis 35 Prozent der Energie
Auch die DGE beschreibt in ihren Referenzwerten, dass eine vollwertige Mischkost mehr als 50 Prozent der Energie aus Kohlenhydraten enthalten sollte, wenn Fettmengen begrenzt werden.
Wichtig: Das sind Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens verschiebst du die Makros je nach Ziel, Alltag und Training.
Makronährstoffverteilung Diät: Was ändert sich beim Abnehmen
Bei einer Diät entscheidet nicht „Low Carb“ oder „Low Fat“, sondern am Ende vor allem das Kaloriendefizit. Die Makronährstoffverteilung in der Diät beeinflusst aber, wie gut du satt wirst, wie leistungsfähig du bleibst und wie gut du Muskulatur hältst.
1) Protein in der Diät: eher hoch ansetzen
Protein ist bei einem Kaloriendefizit dein Sicherheitsgurt. Für Sportlerinnen und Sportler werden häufig ungefähr 1,2 bis 2,0 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen, abhängig von Trainingsziel und Umfang.
In einer Diät kann der Bedarf tendenziell steigen, um fettfreie Masse besser zu erhalten, besonders wenn du viel Krafttraining machst. In der ISSN Position wird auch diskutiert, dass in hypokalorischen Phasen teils höhere Bereiche sinnvoll sein können.
Praxisregel:
Wenn du abnehmen willst und gleichzeitig stark bleiben möchtest, plane Protein zuerst.
2) Fett in der Diät: nicht zu tief
Fett ist wichtig für Hormone, Zellmembranen, Aufnahme fettlöslicher Vitamine und ganz banal für Geschmack und Sättigung. Innerhalb der AMDR gelten 20 bis 35 Prozent als guter Bereich.
Praxisregel:
Geh selten dauerhaft unter 20 Prozent der Kalorien aus Fett, außer es ist kurzzeitig und sehr bewusst geplant.
3) Kohlenhydrate in der Diät: der flexible Hebel
Kohlenhydrate sind bei intensiven Einheiten oft der leistungsrelevanteste Makro, weil sie Trainingsqualität und Regeneration stark beeinflussen können. Gerade bei CrossFit, Intervallen, Metcons und schweren Lifts in Kombination sind Carbs häufig das, was „den Stecker drin lässt“.
Praxisregel:
Protein und Fett setzt du als Basis, Kohlenhydrate füllen den Rest, passend zu deinem Trainingstag.
Damit hast du ein klares Diät Verhältnis Fett Eiweiß Kohlenhydrate, ohne Dogma.
Gesunde Makroverteilung für Alltag und Training
Wenn dein Ziel nicht „maximal shredded“ ist, sondern fit, leistungsfähig und gesund, dann funktioniert für viele eine einfache, alltagstaugliche gesunde makroverteilung:
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Protein moderat bis hoch, damit Sättigung und Muskelaufbau stimmen
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Fett im soliden Mittelfeld, damit du dich gut fühlst und Essen Spaß macht
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Kohlenhydrate je nach Trainingsvolumen, an harten Tagen mehr, an ruhigen weniger
Was du daraus machen kannst, sind zwei praktische Standard Modelle:
Modell A: Leistung und CrossFit Fokus
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Protein: 1,6 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht
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Fett: etwa 25 bis 30 Prozent der Kalorien
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Kohlenhydrate: Rest der Kalorien, oft eher im oberen Bereich
Modell B: Abnehmen mit guter Performance
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Protein: 1,8 bis 2,2 g pro kg Körpergewicht, je nach Ausgangslage und Training
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Fett: etwa 20 bis 30 Prozent der Kalorien
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Kohlenhydrate: Rest, an Trainingstagen bewusst höher
Diese Modelle liegen innerhalb der etablierten Bereiche und passen gut zu „makronährstoffverteilung diät“ plus Training.
So berechnest du deine Makros in 3 Schritten
Schritt 1: Kalorienziel festlegen
Ohne Kalorienziel ist Makroplanung oft nur Rätselraten.
Für eine Diät: moderates Defizit, das du halten kannst.
Für Muskelaufbau: leichter Überschuss.
Für Erhalt: ungefähr ausgeglichen.
Schritt 2: Protein setzen
Beispiel: 80 kg Athlet, Ziel Abnehmen und Training 4 bis 5 Einheiten pro Woche
Protein gewählt: 1,8 g pro kg
Ergebnis: 144 g Protein
Kalorien daraus: 144 × 4 = 576 kcal
Schritt 3: Fett setzen und Kohlenhydrate auffüllen
Kalorienziel Beispiel: 2.200 kcal
Fett gewählt: 25 Prozent
Fettkalorien: 550 kcal
Fett in Gramm: 550 ÷ 9 = ca. 61 g Fett
Jetzt die Kohlenhydrate:
Restkalorien: 2.200 minus 576 minus 550 = 1.074 kcal
Kohlenhydrate in Gramm: 1.074 ÷ 4 = ca. 269 g Kohlenhydrate
Das ist eine saubere kohlenhydrate eiweiß fett Verteilung, die du jederzeit anpassen kannst. Wenn du merkst, dass du bei 269 g Carbs zu wenig satt bist, kannst du etwas Carbs gegen Fett tauschen, solange du im sinnvollen Bereich bleibst.
Häufige Fehler bei der Makroverteilung
Du isst zu wenig Protein und wunderst dich über Hunger
Dann wird die Diät zäh, weil Sättigung fehlt und du im Training schneller abbauen kannst. Für aktive Menschen sind 1,2 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht ein häufig genutzter Orientierungsbereich.
Du drückst Fett zu stark runter
Dann leiden oft Energie, Stimmung und Essensqualität. Fett ist nicht der Feind, die Menge macht es.
Du behandelst Kohlenhydrate wie ein Problem
Wenn du CrossFit machst, sind Kohlenhydrate häufig ein Performance Werkzeug. Viele fühlen sich besser, wenn sie Carbs rund um Training und aktive Tage planen.
Fazit: Die beste Makronährstoffverteilung ist die, die du durchziehst
Wenn du die Verteilung Fett Eiweiß Kohlenhydrate optimieren willst, brauchst du keine Extremdiät. Starte mit wissenschaftlich sinnvollen Bereichen, setze Protein als Basis, halte Fett solide und nutze Kohlenhydrate als Stellschraube für Training und Alltag. Die AMDR Bereiche geben dir dabei einen robusten Rahmen.
Wenn du willst, rechne ich dir als nächstes deine Makros einmal konkret aus, basierend auf Körpergewicht, Training pro Woche und Ziel, dann hast du sofort einen Plan, der zu CrossFit und Alltag passt.