CrossFit für Einsteiger

CrossFit-Übungen für Anfänger: 12 Bewegungen mit einfachen Varianten

Frau hält eine Kettlebell vor der Brust beim Goblet Squat. CrossFit-Übungen für Anfänger: 12 Bewegungen mit einfachen Varianten

CrossFit-Übungen für Anfänger müssen weder spektakulär aussehen noch mit schweren Gewichten beginnen. Kniebeugen, Heben, Drücken, Ziehen und Tragen bilden eine gute Grundlage. Du lernst zunächst eine passende Ausführung und kombinierst vertraute Bewegungen später zu einem Workout.

Hier findest du zwölf Übungen und Varianten, die dir beim Einstieg begegnen können. Die Auswahl ist ein praktischer Überblick, keine Liste, die du vor deinem ersten Training beherrschen musst. Bei CrossFit 108 in Magdeburg erklären wir dir die Aufgaben und passen sie an deinen Trainingsstand an.

Welche CrossFit-Übungen eignen sich für Anfänger?

Gut anpassbare Einstiegsübungen sind zum Beispiel Air Squats, Kreuzheben mit einer Kettlebell, erhöhte Liegestütze, Ring Rows und niedrige Step-ups. Dazu kommen einfache Aufgaben zum Tragen, Stabilisieren und für die Ausdauer. Entscheidend ist, ob du die Bewegung kontrollieren und bei Bedarf erleichtern kannst.

Die zwölf Beispiele unten sind nicht mit den neun offiziellen CrossFit-Grundbewegungen gleichzusetzen. Sie enthalten bewusst auch vorbereitende Varianten. Grundlegende Demonstrationen findest du in der offiziellen CrossFit-Bewegungsbibliothek.

12 CrossFit-Übungen und ihre leichteren Varianten

1. Air Squat: die Kniebeuge ohne Zusatzgewicht

Stelle die Füße ungefähr schulterbreit auf und drehe die Fußspitzen leicht nach außen. Beuge Hüfte und Knie, senke dich kontrolliert ab und richte dich wieder auf. Die Knie bewegen sich in Richtung der Fußspitzen; der ganze Fuß bleibt belastet. Wähle zunächst eine Tiefe, die du kontrollieren kannst.

Leichter: Setze dich langsam auf eine stabile, passend hohe Box und stehe wieder auf. Achte darauf: Lass dich nicht auf die Box fallen und erzwinge keine Tiefe, bei der du die Kontrolle verlierst.

2. Goblet Squat: Kniebeuge mit Gewicht vor der Brust

Halte eine leichte Kettlebell oder Kurzhantel nah vor dem Oberkörper. Gehe in die Kniebeuge und stehe mit dem Gewicht dicht am Körper wieder auf. Diese Variante ergänzt die Air Squat um eine äußere Last; sie ist kein Pflichtschritt nach einer bestimmten Zahl von Trainingswochen.

Leichter: Übe ohne Gewicht oder nutze eine Box als Tiefenorientierung. Achte darauf: Ein Gewicht, das dich nach vorn zieht oder deine Atmung stark blockiert, ist für diese Lernaufgabe zu schwer.

3. Kettlebell Deadlift: kontrolliert vom Boden heben

Die Kettlebell steht zwischen deinen Füßen. Schiebe die Hüfte zurück, beuge die Knie und greife den Griff. Baue Körperspannung auf und richte dich auf, während das Gewicht nah am Körper bleibt. Oben stehst du aufrecht, ohne dich nach hinten zu lehnen. Setze die Kettlebell kontrolliert ab.

Leichter: Stelle das Gewicht auf eine standsichere Erhöhung, damit du nicht so tief greifen musst. Achte darauf: Starte nicht ruckartig und mache aus dem Aufrichten kein Zurückwerfen des Oberkörpers.

4. Erhöhter Push-up: Liegestütz an einer stabilen Fläche

Stütze die Hände auf eine standsichere Box oder eine fest montierte Stange. Gehe mit den Füßen zurück, sodass dein Körper eine lange Linie bildet. Senke den Brustkorb zur Auflage und drücke dich wieder weg. Schultern und Hüfte bewegen sich gemeinsam.

Leichter: Wähle eine höhere Auflage oder eine Wand. Achte darauf: Bleibt die Hüfte beim Hochdrücken unten, erhöhe die Auflage, statt weitere unsaubere Wiederholungen anzuhängen.

5. Ring Row: Rudern an den Ringen

Greife sicher befestigte Ringe und lehne dich mit gestreckten Armen zurück. Halte deinen Körper stabil, ziehe die Ringe in Richtung Brustkorb und strecke die Arme kontrolliert wieder aus. Deine Füße bleiben am Boden.

Leichter: Stelle dich aufrechter hin. Achte darauf: Je waagerechter dein Körper wird, desto anspruchsvoller ist die Übung. Ein Hüftschwung ersetzt keine kontrollierte Zugbewegung.

6. Shoulder Press: kontrolliert über Kopf drücken

Beginne mit leichten Kurzhanteln auf Schulterhöhe. Drücke sie kontrolliert nach oben und führe sie wieder zurück. Beine und Rumpf bleiben ruhig; du sollst das Gewicht nicht durch ein starkes Hohlkreuz nach oben bringen.

Leichter: Verringere das Gewicht und lass dir die Bewegung zunächst ohne Last zeigen. Achte darauf: Wenn eine Überkopfposition nicht beschwerdefrei möglich ist, wählt der Coach eine andere Aufgabe. Mehr Druck ist dann keine Lösung.

7. Box Step-up: auf eine niedrige Box steigen

Setze einen Fuß vollständig auf eine stabile Box. Steige kontrolliert hinauf, richte dich auf und gehe wieder herunter. Wechsle das führende Bein. Starte mit einer Höhe, bei der du nicht mit dem hinteren Bein kräftig abspringen musst.

Leichter: Nutze eine niedrigere Stufe und bei Bedarf eine sichere Haltemöglichkeit. Achte darauf: Die Box darf nicht kippen oder rutschen. Geschwindigkeit kommt erst nach sicherem Auf- und Absteigen.

8. Rückwärts-Ausfallschritt: ein Bein nach hinten setzen

Mache aus dem Stand einen kontrollierten Schritt zurück. Beuge beide Knie und drücke dich über das vordere Bein zurück in den Stand. Wähle die Schrittlänge so, dass du das Gleichgewicht halten kannst; die Füße stehen nicht wie auf einem Seil hintereinander.

Leichter: Halte dich an einer festen Stütze fest oder übe einen kleinen Bewegungsweg im geteilten Stand. Achte darauf: Ein wackliger großer Schritt ist kein Fortschritt gegenüber einem stabilen kleinen.

9. Farmer Carry: Gewichte kontrolliert tragen

Hebe zwei passende Gewichte an, richte dich auf und gehe kurze, ruhige Schritte. Halte die Lasten seitlich am Körper. Am Ende setzt du sie kontrolliert ab. Die Gehstrecke muss frei sein.

Leichter: Wähle leichtere Gewichte oder eine kürzere Strecke. Achte darauf: Wenn dir der Griff entgleitet oder du stark schwankst, beende den Durchgang. Tragen ist keine Mutprobe bis zum Fallenlassen.

10. Plank: Körperspannung halten

Stütze dich auf die Unterarme und halte den Körper zwischen Schultern und Füßen stabil. Atme dabei weiter. Eine kurze, kontrollierte Position ist hilfreicher als eine lange Haltezeit mit deutlich absinkender Hüfte.

Leichter: Lege die Knie ab oder stütze dich erhöht auf. Achte darauf: Beende den Satz, sobald du die Position nicht mehr halten kannst. Die Stoppuhr entscheidet nicht allein über die Qualität.

11. Rudern auf dem Ergometer: Rhythmus lernen

Beginne den Zug aus einer kontrollierten vorderen Position mit Beinarbeit. Danach öffnet sich der Oberkörper, zuletzt ziehen die Arme. Auf dem Rückweg streckst du zuerst die Arme, neigst den Oberkörper nach vorn und beugst anschließend die Knie.

Leichter: Rudere kurze Abschnitte in ruhigem Tempo und lasse dir Fußschlaufen und Geräteeinstellung zeigen. Achte darauf: Eine hohe Schlagzahl bedeutet nicht automatisch einen besseren Zug. Zuerst soll die Reihenfolge stimmen.

12. Erhöhter Burpee ohne Sprung: eine angepasste Ganzkörperübung

Stütze die Hände auf eine stabile Box, gehe mit den Füßen nacheinander zurück in den Stütz und komme ebenso zurück nach vorn. Richte dich auf. Diese Einstiegsvariante lässt den Bodenkontakt des Brustkorbs und den Sprung bewusst weg.

Leichter: Nutze eine höhere Auflage und mache nach jeder Wiederholung eine Pause. Achte darauf: Die Auflage muss fest stehen. Ein kleinerer Bewegungsumfang kann sinnvoller sein als hastiges Abstützen.

Ein einfaches Anfänger-Workout mit vier Übungen

Wenn du die Bewegungen bereits kennengelernt hast, kann folgende Kombination als Beispiel dienen. Sie ist kein verbindlicher Trainingsplan für jede Person. Wärme dich zunächst mit lockerer Bewegung auf und übe die gewählten Varianten einzeln.

  • 6 Kniebeugen zur Box oder Air Squats
  • 6 erhöhte Liegestütze
  • 6 Ring Rows in passender Körperposition
  • 30 Sekunden ruhiges Rudern

Führe zunächst zwei Runden ohne Zeitdruck aus. Pausiere zwischen Übungen und Runden so lange, wie du für kontrollierte Wiederholungen brauchst. Wenn das zu viel ist, reduziere die Wiederholungen oder bleibe bei einer Runde. Das Ziel ist ein nachvollziehbarer Ablauf, keine maximale Rundenzahl. Wie solche Einheiten benannt werden, erklärt unser Beitrag Was ist ein WOD?.

So steigerst du dich sinnvoll

Ändere zunächst nur eine Sache: zum Beispiel eine etwas niedrigere Auflage beim Liegestütz oder wenige zusätzliche Wiederholungen. Notiere die Variante, damit du Fortschritte vergleichen kannst. Schwieriger, schwerer und schneller müssen nicht gleichzeitig passieren.

Bei Schmerzen beendest du die betreffende Übung und besprichst das weitere Vorgehen. Für die Planung deines Einstiegs findest du zusätzliche Orientierung in unserem CrossFit-Leitfaden für Einsteiger. Mehr Beispiele mit der Kugelhantel bietet der Artikel über Kettlebell-Übungen.

Häufige Fragen zu CrossFit-Übungen für Anfänger

Muss ich vor dem ersten Training Klimmzüge oder Liegestütze können?

Nein. Eine erhöhte Liegestützvariante oder Ring Rows können passende Einstiegsaufgaben sein. Welche Variante du nutzt, richtet sich nach der Trainingsaufgabe und deinem aktuellen Können.

Kann ich CrossFit-Übungen zu Hause machen?

Einige Übungen wie Kniebeugen oder angepasste Liegestütze brauchen wenig Material. Für Ringe, Gewichte und Boxen benötigst du einen sicheren Aufbau. Lass dir neue Bewegungen zunächst erklären; nicht jedes Möbelstück ist eine Trainingsauflage.

Wie viele Übungen brauche ich in einer Einheit?

Du musst nicht alle zwölf kombinieren. Wenige gut gewählte Bewegungen reichen für eine erste Lerneinheit. Auswahl, Umfang und Intensität sollten zusammenpassen.

CrossFit-Übungen mit Coaching in Magdeburg kennenlernen

Du möchtest herausfinden, welche Varianten zu dir passen? Bei CrossFit 108 in der Lübecker Straße 92 lernst du die Bewegungen mit Anleitung kennen. Du brauchst dafür keine Vorerfahrung. Frage dein kostenloses Probetraining an – den Termin stimmen wir persönlich mit dir ab.